REPLAY: REProducible Luminescence Data AnalYses
Wie stellt man sicher, dass wissenschaftliche Ergebnisse nicht nur einmalig, sondern verlässlich reproduzierbar sind? Genau das ist das Ziel von REPLAY – REProducible Luminescence Data AnalYses, einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt geleitet von Dr. Sebastian Kreutzer (Heidelberg University) und Dr. Thomas Kolb (Justus-Liebig-Universität Gießen). Auch Dr. Svenja Riedesel von den Universität zu Köln leistet ihren Beitrag zum Projekt, um wissenschaftliche Analysen reproduzierbarer, transparenter, verlässlicher und zugänglicher zu machen.
Lumineszenzdatierung: Herzstück der Quartärforschung
Lumineszenzdatierung liefert essenzielle Altersinformationen für geologische und archäologische Fragestellungen. Sie erzeugt riesige Mengen an Messdaten, die komplex analysiert werden müssen. Aktuell erschwert jedoch eine fragmentierte Softwarelandschaft, teilweise mit geschlossenen Lösungen, die Transparenz und Reproduzierbarkeit dieser Daten.
Die Ziele von REPLAY
REPLAY entwickelt auf Basis der R-Software Luminescence eine offene, reproduzierbare und community-getriebene Plattform für Lumineszenzdatierung. Die zentralen Ziele sind:
- Aufbau eines offenen Software-Frameworks, das den Austausch und die Nachvollziehbarkeit von Analysen erleichtert.
- Umsetzung der FAIR-Prinzipien
- Bereitstellung einer benutzerfreundlichen, offenen Software-Suite, die neue analytische Ansätze erlaubt und über die Geochronologie hinaus nutzbar ist.
- Entwicklung von Schnittstellen, um Rohdaten auszuwerten und Muster in großen Datensätzen zu erkennen.