Desert, dust and dosimetry 2023
Im März 2023 waren Matthias May, Stephan Opitz, Andreas Peffeköver und Linda Maßon im Rahmen des DFG geförderten Großprojektes SFB1211 Earth – Evolution at the dry limit in der Atacama Wüste unterwegs. Für das Teilprojekt C08 unserer Arbeitsgruppe wurden dabei dieses Mal nicht nur Proben aus Staubfallen und sieben verschiedenen Bodenprofilen entnommen, sondern ebenfalls Dosimeter in diesen Profilen vergraben.
Die entnommenen Sediment- und Staubproben wurden im Anschluss an die Exkursion in der Masterarbeit von Johanna Steiner sedimentologisch und geochemisch untersucht, um unterschiedliche Ablagerungsprozesse zu identifizieren. Des Weiteren werden die Sedimentproben im Zug der Dissertation von Linda Maßon mittels Lumineszenz-Datierung analysiert, um Erdoberflächenprozesse im hyperariden Raum zu identifizieren. Bei der Lumineszenz-Datierung wird der Zeitpunkt gemessen, an dem das Sediment das letzte Mal Sonnenstrahlung oder einer hohen Temperatur ausgesetzt war. Deswegen müssen Proben für diese Datierungsmethode im Dunkeln genommen werden. Hierzu wurde während der Probenentnahme eine lichtundurchlässige schwarze Folie über die Bodenprofile gespannt (siehe Video/Fotos).
Für die Lumineszenz-Datierung ist es ebenfalls wichtig, die radioaktive Strahlung des umgebenden Sedimentes zu kennen. Die vergrabenen Dosimeter messen die natürliche Strahlung im Sediment über einen längeren Zeitraum hinweg. In einer weiteren Feldkampagne im Dezember 2023 wurden die Dosimeter ausgegraben. In Zusammenarbeit mit der Firma RadPro, welche die Dosimeter zur Verfügung gestellt hat, wurden die Dosimeter direkt nach der Rückkehr nach Deutschland ausgewertet.
Neben dem Ausgraben der Dosimeter, stelle Linda Maßon Ende November ein Poster bei der XVI CGCh Konferenz in Santiago vor und es wurden Tephraproben (hauptsächlich vulkanische Asche) für das Teilprojekt D6 während des Feldaufenthaltes im Dezember entnommen.