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Geo4Göttingen Conference 2025

Vom 14. bis zum 18. September fand die diesjährige Geo4Göttingen Conference an der Universität Göttingen statt – eines der wichtigsten deutschlandweiten Treffen der geowissenschaftlichen Fachcommunity. Die Konferenz bietet Forschenden aus den Bereichen Geographie, Geologie, Geophysik und verwandten Disziplinen die Gelegenheit, neueste Erkenntnisse zu präsentieren und interdisziplinäre Forschungsansätze zu diskutieren.

Auch das Team der Arbeitsgruppe Geomorphologie und Geochronologie des Geographischen Instituts der Universität zu Köln war stark vertreten und präsentierte aktuelle Ergebnisse aus laufenden Projekten zu Themen wie Landschaftsentwicklung, Sedimentdynamik und Geodatenintegration.

Beiträge aus Köln

Mehrere spannende Vorträge kamen aus der Kölner Geographie, darunter:

  • Dennis Handy: Developing a Research Data Pipeline for Integrating and Processing High-Dimensional Geoscientific Data
    → Vorstellung eines innovativen Ansatzes zur effizienten Integration und Analyse komplexer geowissenschaftlicher Datensätze.
  • Dominik Brill: A high-resolution record of soil erosion based on portable luminescence reader derived colluvium chronologies from the Lower Rhine Area
    → Neue Einblicke in Erosionsprozesse und Landschaftsdynamiken im Niederrheingebiet.
  • Simon Matthias May: Unravelling the key mechanisms and chronology of zebra stripe formation in the Atacama Desert (N Chile)
    → Untersuchung der Entstehungsmechanismen und zeitlichen Entwicklung charakteristischer Streifenmuster in einer der trockensten Regionen der Erde.
  • Svenja Riedesel: A tephrochronological framework for glacial lake outburst flood deposits in the Channeled Scablands, U.S. Pacific Northwest
    → Rekonstruktion von Ausbruchsfluten und ihrer Ablagerungen anhand vulkanischer Aschelagen.

Darüber hinaus hielt Prof. Tony Reimann eine Plenarvorlesung mit dem Titel
“Earth-Evolution at the Dry Limit – new insights from a geo-bio collaborative research project”. Dabei stellte er Ergebnisse aus dem Sonderforschungsbereich SFB 1211 „Earth – Evolution at the Dry Limit vor, der Prozesse unter hyperariden Umweltbedingungen untersucht.

Bernd Rendel-Preis 2025 für Katharina Seeger

Ein besonderes Highlight der Konferenz war die Auszeichnung der Kölner Doktorandin Katharina Seeger mit dem renommierten Bernd Rendel-Preis 2025 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).
Mit dem Preis werden Nachwuchswissenschaftler*innen geehrt, die sich durch besonders originelle und vielversprechende Forschungsansätze auszeichnen.

In ihrer Arbeit untersucht Katharina Seeger die Gefährdung von Küstentiefländern – insbesondere von Flussdeltas und Küstenebenen – durch Meeresspiegelanstieg, Sturmfluten, Tsunamis und Flusshochwasser. Sie nutzt dabei satellitengestützte Fernerkundungsdaten, um Regionen zu analysieren, für die bislang kaum lokale Messdaten vorliegen. Ihre Forschung trägt wesentlich dazu bei, Risiken in sensiblen Küstenregionen weltweit – unter anderem im Ayeyarwady-Delta (Myanmar), im Mekong-Delta (Vietnam) und am Golf von Guinea – besser zu bewerten.

Wir gratulieren Katharina Seeger herzlich zu dieser herausragenden Auszeichnung und danken allen Beteiligten der Kölner Geographie für ihren engagierten Beitrag zur Geo4Göttingen 2025!

edited by Luisa Loers