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4. Mülheimer Stadtgarten

Sie befinden an der Station Mülheimer Stadtgarten des Stadtklima-LEAPs.

Entstanden in der Niederung des Strunder Bachs liegt der Mülheimer Stadtgarten im Süden des Stadtteils Köln-Mülheim. Er wurde in den Jahren 1912 und 1913 angelegt und ist 1928 nach einem Entwurf Theodor Nußbaums nördlich in Richtung des Wiener Platzes erweitert worden. Der im Park gelegene Teich entstand an der Stelle eines ehemaligen Mühlenteichs. Umgeben ist der Teich von weiten Wiesenflächen sowie Baumpflanzungen bestehend aus Birken, Erlen, Eschen, Eichen und Buchen am Rande des Parks.

Parkanlagen wie der Mülheimer Stadtgarten werden als Urbane (städtische) Grüne Infrastruktur bezeichnet und besitzen eine bedeutende Funktion für das Lokalklima.

Pflanzen tragen aus zwei Gründen zum Klimaschutz in unserer Stadt bei. Zum einen spenden die Blätter von Bäumen Schatten, indem sie die Sonneneinstrahlung abfangen und die darunterliegende Oberfläche abkühlen. Zum anderen kühlen Pflanzen die Umgebungsluft durch die Verdunstung von Wasser über ihre Blatt-Spaltöffnungen. Beim Prozess der Verdunstung ändern die Wassermoleküle ihren Zustand. Sie werden vom flüssigen in den gasförmigen Zustand überführt. Hierzu wird eine Energiemenge benötigt, die so genannte latente Wärme. Ein großer Teil der Sonnenenergie wird also in die Verdunstung von Wasser investiert und steht daher nicht zur Erwärmung der Böden und der Umgebungsluft zur Verfügung. Die für die Verdunstung benötigte Wärmeenergie wird der Flüssigkeit und der Luft entzogen, was zur Abkühlung führt. Eine Stadt ohne Grün- und Wasserflächen hingegen ist trocken. Die eintreffende Sonnenenergie kann zur Erwärmung der Luft und der Oberflächen investiert werden und die Temperatur in der Stadt erhöht sich. Hier sprechen wir von der fühlbaren Wärme. Durch die Verdunstungskälte wirken Parkanlagen wie der Mülheimer Stadtgarten also der Erwärmung unserer Stadt entgegen.

Laufen Sie nun vom Mülheimer Stadtgarten zu der nächsten LEAP-Station, dem Bahnhof Köln-Mülheim.