Aktuelles
Vom 20. bis 30. April nahm Justina Nangolo am internationalen Doktorandenkurs für Wirtschaftsgeographie an der Universität Utrecht teil. Hier stellte sie das dritte Paper ihrer Doktorarbeit mit dem Titel „Infrastructural Assemblages and Uneven Livelihoods: Roads, Corridors, and Communal Conservancies in Rural Namibia.“ vor. Die Sommerschule brachte erfahrene Forschende sowie Promovierende aus unterschiedlichen Disziplinen und Ländern zusammen. Zusätzlich zu den Vorlesungen stellten Studierende ihre Forschungsarbeiten vor und gaben sich gegenseitig konstruktives Feedback; es folgten kritische Diskussionen und der Austausch von Erkenntnissen.
Im März besuchte Ole Lück die Ho Chi Minh University of Banking in Ho-Chi-Minh-Stadt, um im Rahmen seiner Dissertation gemeinsam mit Dr. Van Tran an seiner zweiten Studie zu arbeiten. Diese untersucht, wie wiederkehrende Taifunrisiken im ländlichen Vietnam die Risikowahrnehmung von Haushalten verändern und welche Folgen dies für unternehmerische Entscheidungen sowie für die Bewältigung von Wohlfahrtsverlusten nach Taifunen hat. Neben der gemeinsamen Weiterentwicklung der Studie stand zudem der fachliche Austausch und die Präsentation seiner Forschung am Institut von Dr. Van Tran im Mittelpunkt.
Emma Galbraith reiste im März 2026 nach Vietnam, um für den dritten Artikel ihrer Dissertation zu erkunden, wie Projekte im Bereich erneuerbarer Energien hier mit internationalen freiwilligen Kohlenstoffmärkten verknüpft sind – und was das für die regionale wirtschaftliche Entwicklung bedeutet. Dafür führte sie Interviews mit Praktiker*innen vor Ort. Außerdem stellte sie ihr zweites Paper „State Capital in the Energy Transition: Host-State Agency and Geopolitical Proximity in Service-Sector Coupling“ vor und diskutierte es mit Wissenschaftler*innen der Ho Chi Minh City Banking University sowie mit Praxisakteuren in einem vom Institute for Circular Economy Development (ICED) organisierten Workshop.
TVSEP data users are invited to participate in the TVSEP Virtual Data User Workshop on 26–27 March 2026. The workshop combines scientific paper presentations with hands-on training in using the TVSEP data. The conference program will include scientific papers that use the TVSEP data, but also invites all further papers related to poverty dynamics and sustainable development in rural Southeast Asia. The training may cover topics such as accessing the TVSEP data, merging panel waves, constructing key indicators, and working with the data in Stata. Here is the link to the pgrogram as well as the meeting link.
Am 19.02.2026 traf sich das Team rund um das Projekt „Grenzüberschreitende Wildtierjagd- (il)legale Wertschöpfungsketten in Schutzgebieten“ mit Kooperationspartner*innen. Unter der Leitung von Job Lohmann und Linus Kalvelage wurden verschiedene Perspektiven auf (Wildtier-)Kriminalität dargestellt. Im Fokus standen unter anderem die Untersuchung organisierter Verbrechen, die namibische Gesetzgebung zu Wildtierkriminalität sowie Fragen der Forschungsethik. Daran anknüpfend wurden die Beiträge mit Blick auf das laufende Projekt diskutiert.
In einer neuen Folge des institutseigenen Podcasts „Geonauten“ spricht Emma Galbraith mit Podcasthost Dr. Holger Kretschmer über Forschungsförderung und darüber, wie DFG-Projekte grundsätzlich ablaufen. Sie gibt Einblicke in ihren wissenschaftlichen Arbeitsalltag im Rahmen ihres Promotionsprojekts und erklärt, wie sich Forschung von der Themenentwicklung über Feldaufenthalte bis zur Veröffentlichung von Artikeln konkret gestaltet. Zudem berichtet sie über ihre aktuelle Forschung zu Green Finance und Energietransitionen in Südostasien und zur Rolle von Singapur in globalen Produktions- und Finanznetzwerken.
Dr. Linus Kalvelage wurde in das Junge Kolleg der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste berufen. Das seit 2006 bestehende Programm fördert exzellente promovierte Nachwuchswissenschaftler*innen sowie herausragende künstlerische Talente. Die Akademie vereint führende Wissenschaftler*innen aus den Geistes-, Natur-, Medizin-, Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften sowie renommierte Künstler*innen. Im Mittelpunkt steht der fächerübergreifende Dialog, der durch offene Klassensitzungen und den Austausch mit Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Kultur gefördert wird.
Vom 18. bis 19. Dezember 2025 traf sich das TVSEP-Team zu einem internen Workshop unter der Leitung von Javier Revilla Diez. Es wurden die neuesten Erkenntnisse ausgetauscht und die strategische Zukunft des Projekts diskutiert. Am ersten Tag standen interne Präsentationen zu einer Vielzahl von TVSEP-Kernthemen auf dem Programm, darunter Einkommen ländlicher Haushalte, Resilienz und Migration, Agrarmärkte, Vermarktung von Ernteerträgen, Arbeitskräfteverteilung, Digitalisierung und klimafreundliche Landwirtschaft in Südostasien. Am zweiten Tag konzentrierten sich die Teilnehmer in einer Plenarsitzung auf interne TVSEP-Angelegenheiten, gefolgt von einer eingehenden Diskussion über die Zukunft von TVSEP und die Vorbereitung eines möglichen neuen gemeinsamen Forschungsantrags.
Jedes Jahr wieder freuen wir uns auf die Weihnachtsfeier unserer Arbeitsgruppe – ein Highlight des Jahres! Alle Klassiker waren vertreten: Los ging es mit einem Spaziergang über den Weihnachtsmarkt, danach wurde das internationale Buffet eröffnet (mit unter anderen bulgarischen, burmesischen, afghanischen, türkischen, namibischen, vietnamesischen und badischen Leckereien), es gab eine von Leonie Hesselmann und Emma Galbraith geschriebene Weihnachtsgeschichte, ein witziges Weihnachtsquiz mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen – und zum krönenden Abschluss eine fröhliche Karaoke-Runde.
Am 13. und 14. November 2025 nahm Justina Nangolo an der RSA Regional Futures Conference in London teil, wo sie die Idee für ihre dritte Doktorarbeit mit dem Titel „Entwicklungswege: Vergleich der Auswirkungen von Entwicklungslorridoren, Straßen und kommunalen Naturschutzgebieten auf die Lebensgrundlagen im ländlichen Namibia” vorstellte. Die Präsentation löste eine fruchtbare Diskussion aus, wobei die Teilnehmer durchdachte Vorschläge zur Verfeinerung des Forschungsschwerpunkts und zur Stärkung des Forschungsdesigns machten. Die während der Konferenz ausgetauschten Erkenntnisse und geknüpften Kontakte werden für Justina Nangolo bei der Ausarbeitung ihres Artikels zur Veröffentlichung und beim weiteren Aufbau ihrer akademischen Karriere von großem Wert sein.
Am 13. und 14.11.2025 haben Emma Galbraith, Leonie Hesselmann und Javier Revilla Diez an der Projektwerkstatt Wirtschaftsgeographie in Wiesbaden-Naurod teilgenommen. In ihrem Vortrag mit dem Titel „Beyond passive hosts: host country agency and geopolitical proximity in the strategic coupling of foreign state investors” hat Emma Galbraith den Entwurf des zweiten Papers ihrer Dissertation vorgestellt. Leonie Hesselmann präsentierte in ihrem Vortrag „Future-making in Rural Africa in Times of Crises: Unpacking Agency for Regional Resilience through Aspirations and Decision-Making“ den aktuellen Stand des ersten Papers. Die Tagung bot viel Raum für anregende Diskussionen und Austausch.
Von Juli bis September 2025 war Leonie Hesselmann in der Sambesi-Region Namibias unterwegs, um für ihre Doktorarbeit die Rinderwertschöpfungskette zu untersuchen. Sie führte zahlreiche Gespräche mit Farmer:innen über deren Erfahrungen und den Umgang mit Krisen wie Dürren, Tierseuchen oder Mensch-Tier-Konflikten. Ergänzt wurden die Eindrücke durch Interviews mit Ministerien, Schlachtbetrieben und weiteren Akteuren entlang der Wertschöpfungskette. Erste Ergebnisse zeigen, dass die Rinderwertschöpfungskette vor großen Herausforderungen steht. Die gesammelten Daten werden nun umfassend ausgewertet, um Strategien zur Stärkung der Resilienz und Entwicklung der Wertschöpfungskette zu identifizieren.
Am 6. Oktober 2025 verteidigte Mfundo Mlilo erfolgreich seine Doktorarbeit mit summa cum laude. Seine Doktorarbeit untersucht die komplexen Prozesse und theoretischen Grundlagen, die der Entstehung und Entwicklung von Industrien und wirtschaftlichen Aktivitäten zugrunde liegen. Die Arbeit verwendet das Beispiel der Tourismusentwicklung in der KAZA-Region im südlichen Afrika, um zu veranschaulichen, wie sich solche Prozesse im Kontext des Globalen Südens entfalten. Herzlichen Glückwunsch!
Im Juli 2025 konnte Dr. Linus Kalvelage gemeinsam mit Prof. Dr. Frank Neubacher vom Kriminologischen Institut der Uni Köln ein spannendes, von der DFG gefördertes Dreijahresprojekt einwerben. Unter dem Titel „Grenzüberschreitende Wildtierjagd – (Il-)legale Wertschöpfungsketten in Schutzgebieten“ erforscht das Team, wie Wildtiere zu Handelsgütern werden und wie Gesetze sowie internationale Nachfrage Ökosysteme und lokale Gemeinschaften beeinflussen. Der Fokus liegt auf der Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area (KAZA) und Transitländern wie Deutschland. Mit Interviews, Fokusgruppen und Datenanalysen soll sichtbar werden, wie legale und illegale Märkte sich überschneiden und welchen Einfluss sie auf Naturschutz und regionale Wirtschaft haben.
Von der Masterarbeit zur ersten Publikation: Lokaler Einfluss auf Namibias grüne Wasserstoffentwicklung: Tom Schnurr hat gemeinsam mit Linus Kalvelage einen Artikel in der Zeitschrift Regional Science Policy and Practice veröffentlicht: “Towards Inclusive Path Transplantation: Local Agency for Green Hydrogen Linkage Creation in Namibia”. Basierend auf seiner Masterarbeit, für die er eine Befragung namibischer Solarfirmen durchgeführt hat, zeigt die Studie, wie lokale Unternehmen aktiv daran mitwirken können, von Namibias wachsender grüner Wasserstoffwirtschaft zu profitieren. Maßnahmen wie Ausbildung der Arbeitskräfte, Zusammenarbeit zwischen Firmen und unterstützende Regelungen helfen, mehr Wertschöpfung vor Ort zu schaffen.
Im August 2025 nahm Ole Lück am 64. ERSA-Kongress in Athen teil, wo er erste Ergebnisse seiner Doktorarbeit vorstellte. In seinem Vortrag legte er dar, wie Klimaschocks das Engagement von Unternehmen im ländlichen Südostasien beeinflussen. Mit rund 1.000 Teilnehmenden bot der Kongress wertvolle Gelegenheiten für den akademischen Austausch, konstruktives Feedback und die Vernetzung mit führenden Wissenschaftler*innen der Regionalwissenschaft.
Im Rahmen des Master-Seminars „Aktuelle Forschungsthemen in der Physikalischen Geographie“ unter der Leitung von Mirijam Zickel wurdeJustina Nangolo von Studierenden zu ihrer aktuellen Arbeit über Infrastruktur und Entwicklung in der namibischen Sambesi-Region interviewt. Der daraus resultierende Blogbeitrag untersucht die Rolle von Straßen bei der Gestaltung der regionalen Entwicklung und betont, wie wichtig es ist, über den Bau hinaus auch weiterreichende Ergebnisse zu berücksichtigen, während gleichzeitig kritische Fragen darüber aufgeworfen werden, was echte Entwicklung ausmacht. Hier ist der Link zum Blogbeitrag.
Mfundo Mlilo wurde für seinen Artikel „Coloniality of power and the imaginaries of tourism in Victoria Falls” mit dem Geoforum Best Student Paper Award 2024 ausgezeichnet. Der Artikel greift das Konzept der Kolonialität der Macht auf, um Kontinuitäten zu beleuchten und die ungleiche Beteiligung und Wertabschöpfung der Akteure am Beispiel des sehr beliebten Touristenziels Victoria Falls, einem majestätischen Wasserfall in Simbabwe, zu erklären. Grundlegender noch liefert er eine kurze Reflexion darüber, wie Tourismus-Wertschöpfungsketten von kolonialen und rassistischen Vermächtnissen befreit werden können.
Vom 20. Juli bis 5. August 2025 waren Herr Prof. Revilla Diez, Doktorand Mfundo Mlilo sowie 15 Bachelor- und 2 Masterstudierende in Namibia unterwegs. Auf der Exkursion setze sich die Gruppe in der ersten Woche intensiv mit der Kolonial- und Apartheidsgeschichte des Landes und deren bis heute spürbaren Auswirkungen auseinander. Anschließend arbeiteten sie gemeinsam mit namibischen Studierenden im Rahmen einer Mini-Fieldschool zu drei neuen touristischen Konzepten, die das touristische Potential von Katima Mulilo in der Zambezi-Region besser ausschöpfen sollen: Adventure Tourism, Casino & Public Entertainment sowie Cultural and Heritage-based Tourism. Hier erfahrt ihr mehr.
Im Juni 2025 fand die Global Conference on Economic Geography an der Clark University in den USA statt. Dr. Linus Kalvelage hielt hier einen Vortrag über die Geopolitik globaler Produktionsnetzwerke am Beispiel der grünen Wasserstoffindustrie in Namibia, Emma Galbraith untersuchte staatlich geförderte Investitionen Singapurs in Vietnam und Mfundo Mlilo diskutierte Tourismusvorstellungen und Entwicklungswege in der KAZA-Region im südlichen Afrika. Gemeinsam mit Javier Revilla Diez beteiligten sie sich gemeinsam mit internationalen Wissenschaftler*innen an wichtigen Debatten zur Wirtschaftsgeografie.
Leonie Hesselmann nahm im Mai 2025 an der Regional Studies Association Annual Conference in Porto teil und präsentierte erste vorläufige Ergebnisse ihrer Promotionsforschung. In Ihrem Vortrag legte sie dar, wie ländliche Haushalte in Afrika von multiplen Krisen betroffen sind und wie sie unter diesen schwierigen Bedingungen Entscheidungen treffen und ihre Zukunft gestalten. Die Konferenz bot eine inspirierende Plattform für den interdisziplinären Austausch über regionale Entwicklung, Resilienz und globale Herausforderungen sowie für die Vertiefung und Erweiterung wissenschaftlicher Netzwerke.
Best Paper Award für Nachwuchsforscher an Dr. Linus Kalvelage
Dr. Linus Kalvelage wurde gemeinsam mit seinem Co-Autor Benedikt Walker mit dem Early Career Researcher Paper Prize des renommierten Journal of Economic Geography ausgezeichnet. Die prämierte Publikation mit dem Titel „Strategic coupling beyond borders: Germany’s extraterritorial agency in Namibia’s green hydrogen industry“ analysiert Deutschlands Rolle in der Entwicklung der Wasserstoffwirtschaft Namibias vor dem Hintergrund geopolitischer und klimaökonomischer Herausforderungen. Der Beitrag zeigt, wie Staaten – auch in liberalen und koordinierten Marktwirtschaften – gezielt extraterritoriale Strategien verfolgen, um globale Produktionsnetzwerke mit nationalen Dekarbonisierungszielen zu verknüpfen. Den Artikel finden Sie hier, die Bekanntgabe des Preises hier.
Gemeinsam mit dem College of Economics, Law and Government der University of Economics Ho Chi Minh City (CELG-UEH) organisierte unsere Arbeitsgruppe im Rahmen des TVSEP-Projekts (DFG-Langzeitprojekt) am 6. und 7. März eine internationale Konferenz zum Thema „Poverty dynamics and sustainable development in Thailand and Vietnam“ in Ho-Chi-Minh-Stadt. Prof. Dr. Javier Revilla Diez und Ole Lück waren vor Ort und diskutierten auf der Konferenz neueste Forschungsergebnisse im Kontext der regionalen Entwicklung in Thailand und Vietnam.
Vom 24. bis 28. Februar 2025 nahm Emma Galbraith an der Summer School und der anschließenden Konferenz zur Financial Geography teil, organisiert vom Financial Geography Network unter der Leitung von Prof. Dariusz Wójcik an der National University of Singapore. In der Summer School für Early Career Researchers diskutierte sie gemeinsam mit internationalen Forschenden intensiv über Theorieentwicklung, Methoden und die Zukunft der Finanzgeographie in Asien und dem Globalen Süden. Auf der Konferenz präsentierte Emma Galbraith erste Ergebnisse ihrer Promotionsforschung zur Rolle Singapurs als Finanz- und Energiehub im Zeitalter von Net-Zero.
Auf der Zielgeraden der zweiten Phase des SFB Future Rural Africa haben Mfundo Mlilo und Leonie Hesselmann gemeinsam mit Ndapewa Fenny Nakanyete und Javier Revilla Diez im Februar 2025 Forschungsergebnisse in einem Feedback-Workshop mit lokalen Akteuren geteilt. Der Workshop brachte Schlüsselakteure, Forschende, politische Entscheidungsträger und Branchenexpert:innen zusammen, um Herausforderungen und Chancen der Tourismusentwicklung in der Region zu diskutieren und fand in Kooperation mit dem Wildlife Management and Ecotourism Department der University of Namibia statt. Aufbauend auf den Ergebnispräsentationen wurden konkrete Schritte zur Stärkung des touristischen Profils der Zambezi-Region diskutiert.
Im Februar 2025 besuchte Fenny Nakanyete gemeinsam mit Javier Revilla Diez, Mfundo Mlilo und Leonie Hesselmann im Rahmen unseres Projekts Future in Chaines des CRC Future Rural Africa erneut die Communitiy der Khewe San im Bwabwata-Nationalpark in Namibia. Dort hatte Fenny Nakanyete einen Großteil der Befragungen zu ihrem Doktorarbeit durchführt, nun war sie da, um ihre Forschungsergebnisse vorzustellen. Die Khewe San, die auf die Ernte und den Handel mit der Teufelskralle angewiesen sind, erfuhren, wie sehr sie bei diesen Transaktionen ausgebeutet werden und bekamen so Informationen für eine bessere Verhandlungsposition. Den Bericht von Fennys Ergebnis-Workshop können Sie hier lesen.
Es war uns eine besondere Freude und Ehre, den renommierten Wissenschaftler und konzeptionellen Vater der Global Production Networks, Prof. Henry Wai-chung Yeung, am 9. Dezember 2024 in Köln begrüßen zu dürfen. Im Rahmen eines von Prof. Peter Dannenberg moderierten Workshops zum Thema "Sustainable Global Production in Times of Multiple Crises?" stellten Dr. Linus Kalvelage und Dr. PD Alexander Follmann aktuelle Forschungsprojekte vor, welche von Prof. Henry Yeung diskutiert wurden. Im Anschluss stellte Prof. Henry Yeung sein Buch „Theory and Explanation in Geography“ vor, welches anschließend unter der Moderation von Prof. Javier Revilla Diez von den Doktorandinnen Emma Galbraith (aus unserer AG) und Johanna Fellbrich (AG Stadt- und Regionalentwicklung) kritisch diskutiert wurde. Am Abend hielt Prof. Yeung im Rahmen der Vortragsreihe der Gesellschaft für Erdkunde einen Vortrag über die dynamische Entwicklung der Halbleiterindustrie in geopolitisch unruhigen Zeiten. Es war ein anregender Tag mit vielen fruchtbaren und inspirierenden Gesprächen! Wir danken Henry Yeung für seinen Besuch!
Vom 12.11. bis zum 13.11.2024 haben die Promotionsstudent:innen der AG an einem Workshop zum Thema "Integrating Qualitative and Quantitative Approaches in Sustainability Research: Mutual Insights and Learning", organisiert von Prof. Dr. Javier Revilla Diez und Prof. Dr. Christina Bogner an der Universität Köln, teilgenommen. Der Workshop verfolgte das Ziel, qualitative und quantitative Methoden zu kombinieren, um die Komplexität der Nachhaltigkeitsforschung besser zu verstehen und innovative, interdisziplinäre Ansätze zu entwickeln.
Ndapewa Fenny Nakanyete, die über ein binational betreutes Promotionsprogramm (Cotutelle) zwischen der Universität zu Köln und der Universität von Namibia mit dem Projekt C01 Future in Chains verbunden ist, wurde am 9. Oktober 2024 im Rahmen der Graduierungsfeier der Universität von Namibia ihr binationaler Doktortitel verliehen. Ihre Dissertation mit dem Titel „Indigenous Knowledge for Sustainable Livelihoods: Evaluating Non-Timber Forest Product Value Chains for San Communities in Northern Namibia“ wurde gemeinsam von Prof. Revilla Diez von der Universität zu Köln und Prof. Kenneth Matengu von der University of Namibia betreut. Fenny Nakanyete sieht im Cotutelle-Doktorandenmodell einen wichtigen Schritt zur Entkolonialisierung, zur Förderung einer gerechten Aufteilung des geistigen Eigentums und zur Förderung der Forschung über postkoloniale Strukturen.
Wir freuen uns, dass die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Dr. Linus Kalvelage ein Forschungsprojekt mit dem Titel "FGHyTransition: Fossil-Green Hydrogen Path Creation for Transformative Development" in Namibia und Vietnam bewilligt hat. Ziel des Projektes ist es, die multiskalaren Wechselwirkungen zwischen der entstehenden grünen Wasserstoffindustrie und der Öl- und Gasindustrie zu untersuchen, indem Akteure, Machtdynamiken und Abhängigkeiten analysiert werden, um die Chancen für eine grüne Industrialisierung in Regionen des Globalen Südens zu bewerten.
Die Publikation „Nation-state influence on tourism path creaton in Southern Africa“, die Mfundo Mlilo mit Prof. Revilla Diez und Prof. Michael Bollig verfasst hat, wurde im September 2024 in Regional Studies veröffentlicht. Sie untersucht die Entwicklung von Tourismuspfaden in den postkolonialen Staaten des südlichen Afrikas und speziell in den Grenzregionen Chobe, Victoria Falls und Sambesi. Aufbauend auf dem Konzept der Trinity of Change Agency zeigt sich, wie wichtig der Nationalstaat ist bei der Entwicklung des institutionellen Unternehmertums und der Auswirkung auslösender Ereignisse. Das Zusammenspiel zwischen regionalen Akteuren und einem reaktionsfreudigen Nationalstaat spielt eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung von Tourismuspfaden.
Im August 2024 trafen Herr Prof. Revilla Diez sowie unsere wissenschaftlichen Mitarbeitenden Emma Galbraith, Ole Lück und Dr. Linus Kalvelage Vertreter*innen unseres langjährigen Kooperationspartners Ciem (Vietnam Institute of Central Economic Management) in Hanoi: die Präsidentin Dr. Tran Thi Hong Minh sowie die Mitarbeitenden Nguyễn Anh Dương und Đỗ Thị Lê Mai. Wir stellten unsere drei aktuellen Projekte zu Forschungen in Vietnam vor: Green Finance (Emma Galbraith), Energy Transition (Dr. Linus Kalvelage) und das langfristige sozioökonomische Panel-Projekt in Thailand und Vietnam (TVSEP) (Ole Lück).
Vom 21. bis 26. Juli 2024 nahm Dr. Linus Kalvelage am Summer Institute in Economic Geography teil, das dieses Jahr gemeinsam von Jamie Peck, Henry Yeung und Dariusz Woijzeck an der National University of Singapore organisiert wurde. Neben spannenden Diskussionen zur Zukunft der Wirtschaftsgeographie standen auch Tagesexkursionen auf dem Programm - unter anderem zum Jurong Island Industrial Park, einem Zentrum der globalen Öl- und Gasindustrie.
Prof. Javier Revilla Diez nahm während seines Forschungsaufenthaltes in Vietnam im Juli 2024 an der Annual international conference on Economy, Law, and Government 2024 (ELG2024) an der University of Economics in Ho-Chi-Minh-Stadt teil. Javier Revilla Diez organisierte eine Session über das langfristige sozioökonomische Panel-Projekt in Thailand und Vietnam (TVSEP) und präsentierte ein Paper, das er zusammen mit Franziska Sohns veröffentlicht hat: Explaining micro-enterprise survival in rural Vietnam: a multilevel Analysis. Weitere Details können Sie in diesem Video sehen.
Wir freuen uns, Leonie Hesselmann und Ole Lück in unserer Arbeitsgruppe begrüßen zu dürfen! Leonie Hesselmann forscht zum Projekt „Future in Chains - Socio-Economic Impacts of Growth Corridors“ mit einem besonderen Schwerpunkt auf die sozioökonomischen Auswirkungen globaler und regionaler Wertschöpfungsketten. Ihr Forschungsinteresse gilt dabei dem stärkeren Einbezug der lokalen Bevölkerung in regionale Entwicklungsprozesse. Ole Lücks Projekt ist eingebettet in das ebenfalls von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Langzeitprojekt Thailand Vietnam Socio Economic Panel (TVSEP), in dem insbesondere der Einfluss des Unternehmertums im ländlichen Vietnam und Thailand auf den Strukturwandel und die regionale Diversifizierung untersucht wird. Zu seinen Forschungsinteressen gehören regionale und globale Disparitäten und die Triebkräfte der regionalen Entwicklung im Globalen Süden.
Vom 24. bis 27. Juni 2024 nahmen Emma Galbraith und Mfundo Mlilo an der 10. Nordischen Geographenkonferenz mit dem Thema "Transitioning Geographies" in Kopenhagen teil, neben 450 weiteren Teilnehmenden aus ganz Europa. Sie diskutierten, präsentierten und stellten die Arbeit unseres Geographischen Instituts vor. Das sonnige Wetter und die Vernetzung mit angesehenen Wissenschaftler*innen trugen zu ihren positiven Erfahrungen bei. Wir freuen uns darauf, die gewonnenen Erkenntnisse anzuwenden.