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We are hiring!

Wir suchen nach einem neuen Mitglied (Doktorand oder Doktorandin) für unsere AG im Rahmen des SFB/TR 228 "Future Rural Africa". S. unten für die Beschreibung des Projekts. Die Frist für die Bewerbung ist 30.1.2022. Die Stellenbeschreibung finden Sie hier: https://academicpositions.de/ad/university-of-cologne/2021/doctoral-researcher-f-m-d-project-a05-future-roads/173142

 

Aktuelle Projekte

 

Transport von Mikroplastik im Boden und auf Bodenoberflächen (SFB 1357 Mikroplastik)

Die Kontamination von Ökosystemen durch Mikroplastik (MP) ist in den letzten Jahren zu einem präsenten Thema in den Medien geworden. Bislang lag der Fokus sowohl von Forschung als auch von Berichterstattung vorrangig auf den Weltmeeren. Inzwischen wissen wir jedoch auch, dass Böden ebenfalls stark davon betroffen sind.

Im Rahmen unserer Forschungen untersuchen wir die Deposition, den Transport und die Erosion von Mikroplastik sowohl in Sedimenten und Böden als auch auf deren Oberflächen. Unser Ziel ist es, ein grundlegendes mechanistisches Verständnis von Verhalten und Transport von MP-Partikeln in Böden in Abhängigkeit von den physikalischen und chemischen Eigenschaften der Kunststoffe zu erlangen. Weiterhin erforschen wir, welchen Einfluss Mikroplastik auf die hydraulischen Bodeneigenschaften hat. Unser Teilprojekt B06 wird gemeinsam von Prof. Bogner, Prof. Carminati (Physik der Böden und terr. Ökosysteme, ETH Zürich) und Dr. Löder (Tierökologie I, Uni Bayreuth) gleitet.

Ferner erforschen wir die Mikroplastikbelastung an den Schnittstellen zwischen aquatischen und terrestrischen Ökosystemen, z.B. in den Flussauen am Rhein und an der Elbe. Denn insbesondere in Flussauen können sich MP-Partikel ansammeln und dort in den Böden vertikal verlagert werden.

 

Straßenbezogene Zielkonflikte zwischen Naturschutz und Entwicklung (SFB/TR 228 Future Rural Africa)

Dauerhafte Infrastruktur wie das Straßennetz wird oft als die Kernstrategie der ländlichen Entwicklung gefördert. Die Allgemeingültigkeit dieser Strategie wird jedoch von verschiedenen Wissenschaftler:innen zunehmend bestritten. In Studien werden nämlich zum Teil nur sehr begrenzte positive oder sogar unerwünschte Auswirkungen des Straßenbaus gefunden. Dazu gehören z.B. eine veränderte Landnutzung, Verlust der biologischen Vielfalt und reduzierte Ökosystemleistungen. Da Straßen oft in Top-Down-Prozessen geplant werden, werden Visionen und Wünsche der lokalen Bevölkerung oft nicht oder nur sehr eingeschränkt berücksichtigt.

In diesem Forschungsprojekt untersuchen wir, wie sich der Ausbau des Straßennetzes auf die Landnutzung, Biodiversität, Ökosystemleistungen und Lebensumstände der Bevölkerung im ländlichen Kenia und Namibia auswirkt. Dabei betrachten wir politische und wirtschaftliche Triebkräfte hinter den Investitionen in den Straßenbau. Unser interdisziplinäres Team im Teilprojekt A05 wird von Prof. Biber-Freudenberger (Juniorforschergruppe LANUSYNCON, ZEF, Uni Bonn), Prof. Bogner, Prof. Bareth (GIS und Fernerkundung) und Prof. Börner (Ökonomik Nachhaltiger Landnutzung und Bioökonomie, Uni Bonn) geleitet.