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Arbeitsgruppe Wirtschaftsgeographie und Globaler Süden

Unsere akteursbezogenen Forschungsaktivitäten konzentrieren sich auf folgende Themengebiete:

  • Innovationsforschung: Technologische Aufwertungsprozesse entlang globaler Wertschöpfungsketten und in sehr unterschiedlich ausgeprägten regionalen Innovationssystemen, angefangen bei Metropolen bis hin zu ländlichen Räumen
  • Transformationsforschung: Regionale Auswirkungen von Transformationsprozessen in Ländern, die sich im Übergang von einer Plan- zur Marktwirtschaft befinden und sich durch einen raschen Wandel der institutionellen Rahmenbedingungen auszeichnen
  • Vulnerabilitätsforschung: Regionale Auswirkungen von Naturkatastrophen in Mensch-Umwelt-Beziehungen mit dem Ziel, ein besseres Verständnis über die Dynamik von städtischer und ländlicher Armut zu erhalten sowie neue Strategien zur nachhaltigen Reduzierung von gesellschaftlichen Unterschieden und räumlichen Disparitäten zu entwickeln 

Regionale Forschungsschwerpunkte sind Europa sowie (Süd-)Ostasien und Afrika, mit laufenden Projekten in Vietnam, Thailand, Indonesien, China, Brasilien, Südafrika, Namibia, Sambia, Boswana, Tansania und Argentinien.

Schwerpunkt

Der durch die Globalisierung forcierte Strukturwandel und die zunehmende Interdependenz ökonomischer Prozesse stellen Regionen vor neue Herausforderungen. Dies führt zu einem gleichzeitigen Nebeneinander von Wachstum, Stagnation und Schrumpfung, und zwar in allen Teilräumen der Welt. Die Regionen unterschiedlichen Entwicklungsstandes stehen im Fokus unserer Arbeitsgruppe. 

 

 

 

Aktuelles

Dr. Linus Kalvelage wurde in das Junge Kolleg der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste berufen. Das seit 2006 bestehende Programm fördert exzellente promovierte Nachwuchswissenschaftler*innen sowie herausragende künstlerische Talente. Die Akademie vereint führende Wissenschaftler*innen aus den Geistes-, Natur-, Medizin-, Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften sowie renommierte Künstler*innen. Im Mittelpunkt steht der fächerübergreifende Dialog, der durch offene Klassensitzungen und den Austausch mit Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Kultur gefördert wird.


 

Vom 18. bis 19. Dezember 2025 traf sich das TVSEP-Team zu einem internen Workshop unter der Leitung von Javier Revilla Diez. Es wurden die neuesten Erkenntnisse ausgetauscht und die strategische Zukunft des Projekts diskutiert. Am ersten Tag standen interne Präsentationen zu einer Vielzahl von TVSEP-Kernthemen auf dem Programm, darunter Einkommen ländlicher Haushalte, Resilienz und Migration, Agrarmärkte, Vermarktung von Ernteerträgen, Arbeitskräfteverteilung, Digitalisierung und klimafreundliche Landwirtschaft in Südostasien. Am zweiten Tag konzentrierten sich die Teilnehmer in einer Plenarsitzung auf interne TVSEP-Angelegenheiten, gefolgt von einer eingehenden Diskussion über die Zukunft von TVSEP und die Vorbereitung eines möglichen neuen gemeinsamen Forschungsantrags.
 


 

Jedes Jahr wieder freuen wir uns auf die Weihnachtsfeier unserer Arbeitsgruppe –  ein Highlight des Jahres! Alle Klassiker waren vertreten: Los ging es mit einem Spaziergang über den Weihnachtsmarkt, danach wurde das internationale Buffet eröffnet (mit unter anderen bulgarischen, burmesischen, afghanischen, türkischen, namibischen, vietnamesischen und badischen Leckereien), es gab eine von Leonie Hesselmann und Emma Galbraith geschriebene Weihnachtsgeschichte, ein witziges Weihnachtsquiz mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen – und zum krönenden Abschluss eine fröhliche Karaoke-Runde.


 

Am 13. und 14. November 2025 nahm Justina Nangolo an der RSA Regional Futures Conference in London teil, wo sie die Idee für ihre dritte Doktorarbeit mit dem Titel „Entwicklungswege: Vergleich der Auswirkungen von Entwicklungslorridoren, Straßen und kommunalen Naturschutzgebieten auf die Lebensgrundlagen im ländlichen Namibia” vorstellte. Die Präsentation löste eine fruchtbare Diskussion aus, wobei die Teilnehmer durchdachte Vorschläge zur Verfeinerung des Forschungsschwerpunkts und zur Stärkung des Forschungsdesigns machten. Die während der Konferenz ausgetauschten Erkenntnisse und geknüpften Kontakte werden für Justina Nangolo bei der Ausarbeitung ihres Artikels zur Veröffentlichung und beim weiteren Aufbau ihrer akademischen Karriere von großem Wert sein.


 

Am 13. und 14.11.2025 haben Emma Galbraith, Leonie Hesselmann und Javier Revilla Diez an der Projektwerkstatt Wirtschaftsgeographie in Wiesbaden-Naurod teilgenommen. In ihrem Vortrag mit dem Titel „Beyond passive hosts: host country agency and geopolitical proximity in the strategic coupling of foreign state investors” hat Emma Galbraith den Entwurf des zweiten Papers ihrer Dissertation vorgestellt. Leonie Hesselmann präsentierte in ihrem Vortrag „Future-making in Rural Africa in Times of CrisesUnpacking Agency for Regional Resilience through Aspirations and Decision-Making“ den aktuellen Stand des ersten Papers. Die Tagung bot viel Raum für anregende Diskussionen und Austausch. 


 

Von Juli bis September 2025 war Leonie Hesselmann in der Sambesi-Region Namibias unterwegs, um für ihre Doktorarbeit die Rinderwertschöpfungskette zu untersuchen. Sie führte zahlreiche Gespräche mit Farmer:innen über deren Erfahrungen und den Umgang mit Krisen wie Dürren, Tierseuchen oder Mensch-Tier-Konflikten. Ergänzt wurden die Eindrücke durch Interviews mit Ministerien, Schlachtbetrieben und weiteren Akteuren entlang der Wertschöpfungskette. Erste Ergebnisse zeigen, dass die Rinderwertschöpfungskette vor großen Herausforderungen steht. Die gesammelten Daten werden nun umfassend ausgewertet, um Strategien zur Stärkung der Resilienz und Entwicklung der Wertschöpfungskette zu identifizieren.


 

Am 6. Oktober 2025 verteidigte Mfundo Mlilo erfolgreich seine Doktorarbeit mit summa cum laude. Seine Doktorarbeit untersucht die komplexen Prozesse und theoretischen Grundlagen, die der Entstehung und Entwicklung von Industrien und wirtschaftlichen Aktivitäten zugrunde liegen. Die Arbeit verwendet das Beispiel der Tourismusentwicklung in der KAZA-Region im südlichen Afrika, um zu veranschaulichen, wie sich solche Prozesse im Kontext des Globalen Südens entfalten. Herzlichen Glückwunsch!


 

Im Juli 2025 konnte Dr. Linus Kalvelage gemeinsam mit Prof. Dr. Frank Neubacher vom Kriminologischen Institut der Uni Köln ein spannendes, von der DFG gefördertes Dreijahresprojekt einwerben. Unter dem Titel „Grenzüberschreitende Wildtierjagd – (Il-)legale Wertschöpfungsketten in Schutzgebieten“ erforscht das Team, wie Wildtiere zu Handelsgütern werden und wie Gesetze sowie internationale Nachfrage Ökosysteme und lokale Gemeinschaften beeinflussen. Der Fokus liegt auf der Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area (KAZA) und Transitländern wie Deutschland. Mit Interviews, Fokusgruppen und Datenanalysen soll sichtbar werden, wie legale und illegale Märkte sich überschneiden und welchen Einfluss sie auf Naturschutz und regionale Wirtschaft haben.


 

Von der Masterarbeit zur ersten Publikation: Lokaler Einfluss auf Namibias grüne Wasserstoffentwicklung: Tom Schnurr hat gemeinsam mit Linus Kalvelage einen Artikel in der Zeitschrift Regional Science Policy and Practice veröffentlicht: “Towards Inclusive Path Transplantation: Local Agency for Green Hydrogen Linkage Creation in Namibia”. Basierend auf seiner Masterarbeit, für die er eine Befragung namibischer Solarfirmen durchgeführt hat, zeigt die Studie, wie lokale Unternehmen aktiv daran mitwirken können, von Namibias wachsender grüner Wasserstoffwirtschaft zu profitieren. Maßnahmen wie Ausbildung der Arbeitskräfte, Zusammenarbeit zwischen Firmen und unterstützende Regelungen helfen, mehr Wertschöpfung vor Ort zu schaffen. 


 

Im August 2025 nahm Ole Lück am 64. ERSA-Kongress in Athen teil, wo er erste Ergebnisse seiner Doktorarbeit vorstellte. In seinem Vortrag legte er dar, wie Klimaschocks das Engagement von Unternehmen im ländlichen Südostasien beeinflussen. Mit rund 1.000 Teilnehmenden bot der Kongress wertvolle Gelegenheiten für den akademischen Austausch, konstruktives Feedback und die Vernetzung mit führenden Wissenschaftler*innen der Regionalwissenschaft.


 

Im Rahmen des Master-Seminars „Aktuelle Forschungsthemen in der Physikalischen Geographie“ unter der Leitung von Mirijam Zickel wurdeJustina Nangolo von Studierenden zu ihrer aktuellen Arbeit über Infrastruktur und Entwicklung in der namibischen Sambesi-Region interviewt. Der daraus resultierende Blogbeitrag untersucht die Rolle von Straßen bei der Gestaltung der regionalen Entwicklung und betont, wie wichtig es ist, über den Bau hinaus auch weiterreichende Ergebnisse zu berücksichtigen, während gleichzeitig kritische Fragen darüber aufgeworfen werden, was echte Entwicklung ausmacht. Hier ist der Link zum Blogbeitrag.


 

Mfundo Mlilo wurde für seinen Artikel „Coloniality of power and the imaginaries of tourism in Victoria Falls”  mit dem Geoforum Best Student Paper Award 2024 ausgezeichnet. Der Artikel greift das Konzept der Kolonialität der Macht auf, um  Kontinuitäten zu beleuchten und die ungleiche Beteiligung und Wertabschöpfung der Akteure am Beispiel des sehr beliebten Touristenziels Victoria Falls, einem majestätischen Wasserfall in Simbabwe, zu erklären. Grundlegender noch liefert er eine kurze Reflexion darüber, wie Tourismus-Wertschöpfungsketten von kolonialen und rassistischen Vermächtnissen befreit werden können.


 

Vom 20. Juli bis 5. August 2025 waren Herr Prof. Revilla Diez, Doktorand Mfundo Mlilo sowie 15 Bachelor- und 2 Masterstudierende in Namibia unterwegs. Auf der Exkursion setze sich die Gruppe in der ersten Woche intensiv mit der Kolonial- und Apartheidsgeschichte des Landes und deren bis heute spürbaren Auswirkungen auseinander. Anschließend arbeiteten sie gemeinsam mit namibischen Studierenden im Rahmen einer Mini-Fieldschool zu drei neuen touristischen Konzepten, die das touristische Potential von Katima Mulilo in der Zambezi-Region besser ausschöpfen sollen: Adventure Tourism, Casino & Public Entertainment sowie Cultural and Heritage-based Tourism. Hier erfahrt ihr mehr.


 

Im Juni 2025 fand die Global Conference on Economic Geography an der Clark University in den USA statt. Dr. Linus Kalvelage hielt hier einen Vortrag über die Geopolitik globaler Produktionsnetzwerke am Beispiel der grünen Wasserstoffindustrie in Namibia, Emma Galbraith untersuchte staatlich geförderte Investitionen Singapurs in Vietnam und Mfundo Mlilo diskutierte Tourismusvorstellungen und Entwicklungswege in der KAZA-Region im südlichen Afrika. Gemeinsam mit Javier Revilla Diez beteiligten sie sich gemeinsam mit internationalen Wissenschaftler*innen an wichtigen Debatten zur Wirtschaftsgeografie.


 

Leonie Hesselmann nahm im Mai 2025 an der Regional Studies Association Annual Conference in Porto teil und präsentierte erste vorläufige Ergebnisse ihrer Promotionsforschung. In Ihrem Vortrag legte sie dar, wie ländliche Haushalte in Afrika von multiplen Krisen betroffen sind und wie sie unter diesen schwierigen Bedingungen Entscheidungen treffen und ihre Zukunft gestalten. Die Konferenz bot eine inspirierende Plattform für den interdisziplinären Austausch über regionale Entwicklung, Resilienz und globale Herausforderungen sowie für die Vertiefung und Erweiterung wissenschaftlicher Netzwerke.


 

Best Paper Award für Nachwuchsforscher an Dr. Linus Kalvelage
Linus Kalvelage wurde gemeinsam mit seinem Co-Autor Benedikt Walker mit dem Early Career Researcher Paper Prize des renommierten Journal of Economic Geography ausgezeichnet. Die prämierte Publikation mit dem Titel „Strategic coupling beyond borders: Germany’s extraterritorial agency in Namibia’s green hydrogen industry“ analysiert Deutschlands Rolle in der Entwicklung der Wasserstoffwirtschaft Namibias vor dem Hintergrund geopolitischer und klimaökonomischer Herausforderungen. Der Beitrag zeigt, wie Staaten – auch in liberalen und koordinierten Marktwirtschaften – gezielt extraterritoriale Strategien verfolgen, um globale Produktionsnetzwerke mit nationalen Dekarbonisierungszielen zu verknüpfen. Den Artikel finden Sie hier, die Bekanntgabe des Preises hier


 

Gemeinsam mit dem College of Economics, Law and Government der University of Economics Ho Chi Minh City (CELG-UEH) organisierte unsere Arbeitsgruppe im Rahmen des TVSEP-Projekts (DFG-Langzeitprojekt) am 6. und 7. März eine internationale Konferenz zum Thema „Poverty dynamics and sustainable development in Thailand and Vietnam“ in Ho-Chi-Minh-Stadt. Prof. Dr. Javier Revilla Diez und Ole Lück waren vor Ort und diskutierten auf der Konferenz neueste Forschungsergebnisse im Kontext der regionalen Entwicklung in Thailand und Vietnam.

 


 

Vom 24. bis 28. Februar 2025 nahm Emma Galbraith an der Summer School und der anschließenden Konferenz zur Financial Geography teil, organisiert vom Financial Geography Network unter der Leitung von Prof. Dariusz Wójcik an der National University of Singapore. In der Summer School für Early Career Researchers diskutierte sie gemeinsam mit internationalen Forschenden intensiv über Theorieentwicklung, Methoden und die Zukunft der Finanzgeographie in Asien und dem Globalen Süden. Auf der Konferenz präsentierte sie erste Ergebnisse ihrer Promotionsforschung zur Rolle Singapurs als Finanz- und Energiehub im Zeitalter von Net-Zero.


 

Auf der Zielgeraden der zweiten Phase des SFB Future Rural Africa haben Mfundo Mlilo und Leonie Hesselmann gemeinsam mit Ndapewa Fenny Nakanyete und Javier Revilla Diez im Februar 2025 Forschungsergebnisse in einem Feedback-Workshop mit lokalen Akteuren geteilt. Der Workshop brachte Schlüsselakteure, Forschende, politische Entscheidungsträger und Branchenexpert:innen zusammen, um Herausforderungen und Chancen der Tourismusentwicklung in der Region zu diskutieren und fand in Kooperation mit dem Wildlife Management and Ecotourism Department der University of Namibia statt. Aufbauend auf den Ergebnispräsentationen wurden konkrete Schritte zur Stärkung des touristischen Profils der Zambezi-Region diskutiert. 


 

Im Februar 2025 besuchte Fenny Nakanyete gemeinsam mit Javier Revilla Diez, Mfundo Mlilo und Leonie Hesselmann im Rahmen unseres Projekts  Future in Chaines des CRC Future Rural Africa  erneut  die Communitiy der Khewe San im Bwabwata-Nationalpark in Namibia. Dort hatte Fenny Nakanyete einen Großteil der Befragungen zu ihrem Doktorarbeit durchführt, nun war sie da, um ihre Forschungsergebnisse vorzustellen. Die Khewe San, die auf die Ernte und den Handel mit der Teufelskralle angewiesen sind, erfuhren, wie sehr sie bei diesen Transaktionen ausgebeutet werden und bekamen so Informationen für eine bessere Verhandlungsposition. Den Bericht von Fennys Ergebnis-Workshop können Sie hier lesen.


 

Es war uns eine besondere Freude und Ehre, den renommierten Wissenschaftler und konzeptionellen Vater der Global Production Networks, Prof. Henry Wai-chung Yeung, am 9. Dezember 2024 in Köln begrüßen zu dürfen. Im Rahmen eines von Prof. Peter Dannenberg moderierten Workshops zum Thema "Sustainable Global Production in Times of Multiple Crises?" stellten Dr. Linus Kalvelage und Dr. PD Alexander Follmann aktuelle Forschungsprojekte vor, welche von Prof. Henry Yeung diskutiert wurden. Im Anschluss stellte Prof. Henry Yeung sein Buch „Theory and Explanation in Geography“ vor, welches anschließend unter der Moderation von Prof. Javier Revilla Diez von den Doktorandinnen Emma Galbraith (aus unserer AG) und Johanna Fellbrich (AG Stadt- und Regionalentwicklung) kritisch diskutiert wurde. Am Abend hielt Prof. Yeung im Rahmen der Vortragsreihe der Gesellschaft für Erdkunde einen Vortrag über die dynamische Entwicklung der Halbleiterindustrie in geopolitisch unruhigen Zeiten. Es war ein anregender Tag mit vielen fruchtbaren und inspirierenden Gesprächen! Wir danken Henry Yeung für seinen Besuch!


 

Vom 12.11. bis zum 13.11.2024 haben die Promotionsstudent:innen der AG an einem Workshop zum Thema "Integrating Qualitative and Quantitative Approaches in Sustainability Research: Mutual Insights and Learning", organisiert von Prof. Dr. Javier Revilla Diez und Prof. Dr. Christina Bogner an der Universität Köln, teilgenommen. Der Workshop verfolgte das Ziel, qualitative und quantitative Methoden zu kombinieren, um die Komplexität der Nachhaltigkeitsforschung besser zu verstehen und innovative, interdisziplinäre Ansätze zu entwickeln.


 

Ndapewa Fenny Nakanyete, die über ein binational betreutes Promotionsprogramm (Cotutelle) zwischen der Universität zu Köln und der Universität von Namibia mit dem Projekt C01 Future in Chains verbunden ist, wurde am 9. Oktober 2024 im Rahmen der Graduierungsfeier der Universität von Namibia ihr binationaler Doktortitel verliehen. Ihre Dissertation mit dem Titel „Indigenous Knowledge for Sustainable Livelihoods: Evaluating Non-Timber Forest Product Value Chains for San Communities in Northern Namibia“ wurde gemeinsam von Prof. Revilla Diez von der Universität zu Köln und Prof. Kenneth Matengu von der University of Namibia betreut. Fenny Nakanyete sieht im Cotutelle-Doktorandenmodell einen wichtigen Schritt zur Entkolonialisierung, zur Förderung einer gerechten Aufteilung des geistigen Eigentums und zur Förderung der Forschung über postkoloniale Strukturen.


 

Wir freuen uns, dass die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Dr. Linus Kalvelage ein Forschungsprojekt mit dem Titel "FGHyTransition: Fossil-Green Hydrogen Path Creation for Transformative Development" in Namibia und Vietnam bewilligt hat. Ziel des Projektes ist es, die multiskalaren Wechselwirkungen zwischen der entstehenden grünen Wasserstoffindustrie und der Öl- und Gasindustrie zu untersuchen, indem Akteure, Machtdynamiken und Abhängigkeiten analysiert werden, um die Chancen für eine grüne Industrialisierung in Regionen des Globalen Südens zu bewerten.


 

Die Publikation „Nation-state influence on tourism path creaton in Southern Africa“, die Mfundo Mlilo mit Prof. Revilla Diez und Prof. Michael Bollig verfasst hat, wurde im September 2024 in Regional Studies veröffentlicht. Sie untersucht die Entwicklung von Tourismuspfaden in den postkolonialen Staaten des südlichen Afrikas und speziell in den Grenzregionen Chobe, Victoria Falls und Sambesi. Aufbauend auf dem Konzept der Trinity of Change Agency zeigt sich, wie wichtig der Nationalstaat ist bei der Entwicklung des institutionellen Unternehmertums und der Auswirkung auslösender Ereignisse. Das Zusammenspiel zwischen regionalen Akteuren und einem reaktionsfreudigen Nationalstaat spielt eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung von Tourismuspfaden.


 

Im August 2024 trafen Herr Prof. Revilla Diez sowie unsere wissenschaftlichen Mitarbeitenden Emma Galbraith, Ole Lück und  Dr. Linus Kalvelage Vertreter*innen unseres langjährigen Kooperationspartners Ciem (Vietnam Institute of Central Economic Management) in Hanoi: die Präsidentin Dr. Tran Thi Hong Minh sowie die Mitarbeitenden Nguyễn Anh Dương und Đỗ Thị Lê Mai. Wir stellten unsere drei aktuellen Projekte zu Forschungen in Vietnam vor: Green Finance (Emma Galbraith), Energy Transition (Dr. Linus Kalvelage) und das langfristige sozioökonomische Panel-Projekt in Thailand und Vietnam (TVSEP) (Ole Lück).


 

Vom 21. bis 26. Juli 2024 nahm Dr. Linus Kalvelage am Summer Institute in Economic Geography teil, das dieses Jahr gemeinsam von Jamie Peck, Henry Yeung und Dariusz Woijzeck an der National University of Singapore organisiert wurde. Neben spannenden Diskussionen zur Zukunft der Wirtschaftsgeographie standen auch Tagesexkursionen auf dem Programm - unter anderem zum Jurong Island Industrial Park, einem Zentrum der globalen Öl- und Gasindustrie.


 

Prof. Javier Revilla Diez nahm während seines Forschungsaufenthaltes in Vietnam im Juli 2024 an der Annual international conference on Economy, Law, and Government 2024 (ELG2024) an der University of Economics in Ho-Chi-Minh-Stadt teil. Javier Revilla Diez organisierte eine Session über das langfristige sozioökonomische Panel-Projekt in Thailand und Vietnam (TVSEP) und präsentierte ein Paper, das er zusammen mit Franziska Sohns veröffentlicht hat: Explaining micro-enterprise survival in rural Vietnam: a multilevel Analysis. Weitere Details können Sie in diesem Video sehen.


 

Wir freuen uns, Leonie Hesselmann und Ole Lück  in unserer Arbeitsgruppe begrüßen zu dürfen!  Leonie Hesselmann forscht zum Projekt „Future in Chains - Socio-Economic Impacts of Growth Corridors“ mit einem besonderen Schwerpunkt auf die sozioökonomischen Auswirkungen globaler und regionaler Wertschöpfungsketten. Ihr Forschungsinteresse gilt dabei dem stärkeren Einbezug der lokalen Bevölkerung in regionale Entwicklungsprozesse. Ole Lücks Projekt ist eingebettet in das ebenfalls von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Langzeitprojekt Thailand Vietnam Socio Economic Panel (TVSEP), in dem insbesondere der Einfluss des Unternehmertums im ländlichen Vietnam und Thailand auf den Strukturwandel und die regionale Diversifizierung untersucht wird. Zu seinen Forschungsinteressen gehören regionale und globale Disparitäten und die Triebkräfte der regionalen Entwicklung im Globalen Süden.


 

Vom 24. bis 27. Juni 2024 nahmen Emma Galbraith und Mfundo Mlilo  an der 10. Nordischen Geographenkonferenz mit dem Thema "Transitioning Geographies" in Kopenhagen  teil, neben  450 weiteren  Teilnehmenden aus ganz Europa. Sie diskutierten, präsentierten und stellten die Arbeit unseres Geographischen Instituts vor. Das sonnige Wetter und die Vernetzung mit angesehenen Wissenschaftler*innen trugen zu ihren positiven Erfahrungen bei. Wir freuen uns darauf, die gewonnenen Erkenntnisse anzuwenden.


 

Linus Kalvelage hat vom 6. bis 8. Juni 2024 an der Tagung des Arbeitskreises Energiegeographie in Marburg teilgenommen und einen Vortrag zum Thema „Interpath Relations in the Periphery: Green Hydrogen and the Oil Industry in Namibia“ gehalten. Seine Präsentation beleuchtete die Wechselwirkungen zwischen grünen Wasserstoffprojekten und der traditionellen Ölindustrie in Namibia und eröffnete spannende Perspektiven für die zukünftige Energieentwicklung in der Region.


 

Han Luong ist für eine Befragung von Studierenden seit März 2024 in drei Großstädten Vietnams: Thai Nguyen, Hanoi, and Ho Chi Minh City.  Der vorab erstellte Fragebogen wurde über Zoom getestet, dann wurde eine erste Umfrage durchgeführt, bei der über hundert Fragebögen an Studierende  auf verschiedenen Campus in den angegebenen Städten verteilt wurden. Derzeit läuft eine abschließende Umfrage, die darauf abzielt, eine beträchtliche Anzahl von Fragebögen von Studierenden zu sammeln. Diese wird voraussichtlich Mitte Mai 2024 abgeschlossen sein.


Infrastrukturen treiben  die Entwicklung von Wirtschaft und Verkehr voran und erleichtern die Kommunikation und den Handel über Entfernungen hinweg. Die jüngste Bedeutung der Globalisierung, die durch Projekte wie die chinesische Road and Belt Initiative und digitale Infrastrukturen veranschaulicht wird, ist mit der künftigen Entwicklung verbunden. Herausforderungen wie Migration und Umweltveränderungen bieten jedoch neue Perspektiven. Der interdisziplinäre Workshop am 16. und 17. Mai wird sich mit Fragen rund um das Thema Infrastruktur befassen.


Im März 2024 war Mfundo Mlilo in vier Ländern - Sambia, Simbabwe, Botswana und Namibia - und sammelte Daten zur Einreise in der KAZA-Region, um die Touristenbewegungen im Rahmen unserer Forschung zum Wissenstransfer im Tourismus zu verfolgen. Dies baut auf Forschungen zum Tourismus auf, unter anderem auf der Namibia Tourism Expo, wie auf diesem Bild zu sehen ist.


On April 23, 2024 at 6 pm, a lecture evening will take place at International House, Kringsweg 6: "Insights into Myanmar's Conflict-Induced Displacement and Livelihoods Situations of Post-Coup Displaced Communities in Mae Sot, Thailand". Su Myat Thwe and Simon Becker will present the results of their empirical research in Mae Sot on the Thai-Myanmar border, Prof. Dr. Javier Revilla Diez will moderate the discussion. The event will be held in English. More information can be found here; and you can register here.


Vom 1. bis zum 3. März 2024 nahmen Prof. Javier Revilla Diez und Emma Galbraith an einem Workshop in Zhuhai, China teil. Ziel des Workshops war es, Wirtschaftsgeograph*innen der zwei Forschungsbereiche Globale Produktionsnetzwerke (GPN) und Globale Finanznetzwerke (GFN) zusammenzubringen und sich über ihre aktuellen Forschungsprojekte auszutauschen. In diesem Rahmen präsentierte Emma Galbraith nach einleitenden Worten von Javier Revilla Diez ihre Forschungsideen zur Analyse der Rolle von Finanzdienstleistern aus Singapur und deren regionalökonomischen Auswirkungen in Südostasien.


Namibia erfährt derzeit viel Aufmerksamkeit wegen groß angelegter Investitionen in grünen Wasserstoff, die Hoffnungen auf eine grüne Industrialisierung wecken. Gleichzeitig hat die Entdeckung großer Offshore-Ölfelder Namibia auf die Landkarte der globalen Öl- und Gasindustrie gesetzt, wobei die Küstenstadt Lüderitz im Zentrum beider Industrien liegt. Wie können diese beiden Industrien nebeneinander bestehen? Und was bedeutet dieser doppelte Energieboom für Namibias regionale Entwicklungspfade und Institutionen? Linus Kalvelage kehrte kürzlich von einer Forschungsreise zurück, um dies herauszufinden.


Wenn wir auf das vergangene Jahr zurückblicken, freuen wir uns darüber, mit einem so talentierten und motivierten Team an so vielen verschiedenen Projekten und Themen arbeiten zu können. Und wie es in unserer Arbeitsgruppe Tradition ist, versammelten wir uns auch 2023 kurz vor Jahresende zu einer kleinen Weihnachtsfeier mit leckerem Essen aus verschiedenen Ländern, Wein aus Spanien, Bier aus Deutschland und in diesem Jahr unserer neuen Tradition: Weihnachts-Bingo!


Die CO1-Crew hat die CRC-Klausur 2023 in Steinfeld vom 8. bis 10. November gerockt! Wir tauchten tief in die zweite Phase des Projekts CRC 228 ein (das 2025 abgeschlossen sein wird) und überprüften unsere Fortschritte. Besonders hervorzuheben sind die interdisziplinären Forschungsarbeiten, die die Zusammenarbeit zwischen den Projekten fördern. Zudem plant CO1 hat eine Sonderausgabe zum Thema Infrastrukturen und arbeitet an einer Reihe von Papieren, die unsere Teamarbeit verbessern sollen.  #CRC228Magic #TeamCO1 #