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Clevischer Ring

Sie befinden sich an der Station Clevischer Ring im Stadtteil Köln-Mülheim des Stadtklima LEAPs im  rechtsrheinischen Köln.

Eine 360° Ansicht des Standorts wird noch erstellt.

An viel befahrenen Straßen, wie dem Clevischen Ring in Köln Mülheim, entstehen Luftschadstoffe . Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind bis zu 85 Prozent aller Stadtbewohner*innen in Europa gesundheitsschädlichen Luftschadstoffen, insbesondere dem Feinstaub ausgesetzt. Die kleinen Partikel gelangen aus Motoren (insbesondere Dieselmotoren) sowie Bremsen- und Reifenabrieb sowie durch die Aufwirbelung des Staubes von der Straßenoberfläche in die Luft. Sie können über die Atmung in die Lungenbläschen gelangen und sich über die Blutbahn im Körper verteilen. Gesundheitliche Folgen für den menschlichen Organismus sind beispielsweise Erkrankungen der Atemwege und Herz-Kreislauferkrankungen. Partikel, die bei der Verbrennung von Diesel entstehen, können laut WHO krebserregend sein.

Die Unterteilung von Feinstaub erfolgt in den drei Kategorien PM10, PM2.5 und PM1. PM10 bezeichnet Feinstaub mit einem Durchmesser kleiner als 10 µm, wie beispielsweise Hausstaub, Pollen und Schimmelsporen. Feinstaub in der Kategorie PM2.5 hat eine Durchmesser kleiner als 2,5 µm. In diese Kategorie fallen z.B. Verbrennungspartikel, Asbeststaub und Bakterien. Für PM10 und PM2.5 gibt es europäische Grenzwerte. Feinstaub mit einem Durchmesser kleiner als 1 µm wird als PM1 kategorisiert. Zu dieser Kategorie gehören Rußpartikel aber auch Viren.

Besonders in Jahren mit langanhaltender Trockenheit, wie beispielsweise im Jahr 2018, wurden erhöhte Jahresmittelwerte der Feinstaub Konzentration gemessen.  Der Grenzwert des Tagesmittelwerts in Deutschland beträgt 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft und darf maximal an 35 Tagen im Jahr überschritten werden. Durch Maßnahmen in den vergangenen Jahren lag der Tagesmittelwert für die Feinstaub-Emission nur vereinzelt über dem Grenzwert. Die Einrichtung von Umweltzonen für Fahrzeuge mit geringen Partikelemissionen, energetische Gebäudesanierungen und die Förderung von großtechnischen Investitionen der gewerblichen Wirtschaft haben zur Reduzierung von Feinstaub beigetragen. Allerdings können schon kleine Mengen Feinstaub der menschlichen Gesundheit schaden, so dass die Emissionen von Partikeln weiter reduziert werden muss.

Zur Überwachung der Feinstaubmesswerte hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) eine verkehrsnahe Messstation installiert. Die Messwerte sind für alle interessierten Bürger*innen hier einsehbar.

Die nächste Station des Stadtklima LEAPs ist das Gewerbegebiet Schanzenstraße.

Weiterführende Literatur sowie Quellenangaben finden Sie hier.