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Wald nahe Herler Mühle

Sie befinden sich an der Station Wald nahe Herler Mühle des Stadtklima LEAPs im rechtsrheinischen Köln.

Eine 360° Ansicht des Standorts finden Sie hier.

Das Waldstück nahe der Herler Mühle liegt im rechtsrheinischen Äußeren Grüngürtel.

Nach dem 1. Weltkrieg (1919-1925) schuf der damalige Oberbürgermeister Konrad Adenauer mithilfe des Stadtplaners Fritz Schumacher einen Generalbebauungsplan für den Inneren und Äußeren Grüngürtel. Auf dem Gebiet des äußeren Festungsrayons entstand so der Äußere Grüngürtel. Aufgrund der Tatsache, dass im rechtsrheinischen Stadtgebiet lediglich das Gebiet des äußeren Rayons offengelassen wurde, ist hier keine Unterteilung in einen Inneren und Äußeren Grüngürtel vorgenommen worden. Zudem liegt der Grüngürtel bei Mülheim nur 1,5 km vom Rhein entfernt. Daher bildet der rechtsrheinische Äußere Grüngürtel eine Grünzone im Stadtgebiet, dessen radiale Achsen stadtauswärts verlaufen und ihn mit dem Königsforst verbinden. Umso bedeutender ist seine Funktion als grüner Korridor für das Stadtklima im rechtsrheinischen Köln.

Inmitten des rechtsrheinischen Äußeren Grüngürtels liegt die Herler Mühle nahe eines Waldstücks in Köln-Buchheim. Buchheim, namensgebend war der vorherrschende Buchenwald, ist einer der ältesten Orte im rechtsrheinischen Köln. Die Herler Mühle liegt  am Bachlauf der Strunde, die einst als fleißigster Bach Deutschlands bezeichnet wurde. Die Herler Mühle stammt aus der fränkischen Zeit. Der Stall und das dazugehörige Wohnhaus wurden erst im 18. Jahrhundert erbaut. Im Wandel der Zeit wird die Mühle zunächst als Schleif- und Ölmühle und letztlich bis nach dem 2. Weltkrieg als reine Getreidemühle genutzt. Seit 1984 steht die Herler Mühle im rechtsrheinischen Grüngürtel unter Denkmalschutz.

Nicht nur der direkte Kühlungseffekt der Pflanzen im Grüngürtel wirkt sich auf das Klima aus. Auch die Aufnahme von Kohlendioxid (CO2) aus der Luft und die Speicherung des Kohlenstoffs in den Pflanzen trägt langfristig zum Klimaschutz bei. Der Kohlenstoff wird in der lebenden Biomasse der Böume gebunden. Beim Absterben der Bäume wird Kohlenstoff im Boden gebunden. Weltweit gesehen sind Böden ein wichtigster Kohlenstoffspeicher. Die urbane Versiegelung stellt eine Form der Bodendegradation dar. In Deutschland werden pro Tag etwa 100 ha versiegelt, das bedeutet durch Asphalt oder Steine verschlossen und bebaut. Damit können die Böden nicht mehr an den natürlichen Kreisläufen wie Wasser- und Kohlenstoffkreislauf teilnehmen.

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Weiterführende Literatur sowie Quellenangaben finden Sie hier.